Archiv für den Monat: März 2016

Altes Zeug mit neuer Aufgabe

Unter der Überschrift

22 geniale Ideen wie man alten Krempel im Garten umfunktionieren kann 

haben die Macher von http://www.architectureartdesigns.com/ … nun ja, halt 22 geniale Ideen zusammengestellt.

http://www.architectureartdesigns.com/22-surprisingly-genius-ideas-to-repurpose-old-stuff-in-the-garden-that-you-must-see/

22 Surprisingly Genius Ideas To Repurpose Old Stuff In The Garden That You Must See

Calcium

Dieses Element kennen viele von uns noch als Kalzium. Laut der IUPAC-Norm, wird es aber mit C geschrieben. Abgesehen davon bringt es sich uns oft noch in einer etwas abgewandelten Form als Kalkstein in Waschmaschine und Wasserkocher in Erinnerung.

Bei den Pflanzen wirkt Calcium als ein wichtiger Baustein für die Zellwände. Im Erdreich ist es unter anderem für die Bodengare verantwortlich. Darunter versteht man einen idealen Boden, der optimale Bedingungen für das Pflanzenwachstum bietet. Das sind ein angemessener pH-Wert (für die meisten Gewächse 6-7), eine gute Krümelstruktur (mit genügend Luft), die Fähigkeit Wasser zu speichern und zahlreiche Bodenlebewesen.

Fehlt das Calcium, dann bilden die Pflanzen nicht genug Wurzeln aus und wachsen ungenügend. Als Mangelsymptome erscheinen zuerst einmal Chlorosen (Verfärbungen) an den jüngeren Blättern. Denen folgen wie üblich die Nekrosen. Die Pflanze stirbt sozusagen „von oben herab“ ab. Ein sicheres Zeichen für den Calciummangel ist auch das Abknicken von Trieben und Blütenstielen. Äpfel reagieren mit braunen Flecken im Fruchtfleisch und Tomaten mit schwarzen Flecken an den Fruchtspitzen.

Ein eventueller Calciumüberschuss lässt sich direkt nicht erkennen. Er könnte aber die Verfügbarkeit der anderen Nährelemente negativ beeinflussen.
Als klassische Dünger werden Kalkdünger empfohlen. Diese erhöhen einmal den pH-Wert des Bodens und sichern gleichzeitig die Versorgung mit Calcium. Kalk sollte nicht gemeinsam mit Stallmist gegeben werden, da sonst ein großer Teil des Stickstoffes im Mist als Gas entweicht. Bekannte Ausführungen des Kalkdüngers sind: Kohlensaurer Kalk (geringe Überdüngungsgefahr), Branntkalk (ätzend, Überdüngungsgefahr), Löschkalk (schnell wirkend, für schwere Böden), Hüttenkalk (langsam wirkend, für leichte Böden) und Algenkalk (vermahlenes Pflanzenmaterial, für leichte Böden).

Für Biogärtner empfehlen sich die Varianten Gesteinsmehl oder Algenkalk. Eierschalen und das Wasser vom Eierkochen sind weitere Möglichkeiten der Kalkzufuhr.

Aber nicht vergessen: Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, Azaleen und Co. mögen keinen Kalk!

Blacky1

Magnesium

Ohne dieses Element bekommen die Pflanzen Probleme bei der für sie lebenswichtigen Photosynthese. Es dient als Baustein für das Chlorophyll (grüner Blattfarbstoff) und fördert verschiedene Stoffwechselvorgänge und die Wurzelbildung. Fehlt Magnesium, dann finden wir an den Blättern wieder einmal Chlorosen (Vergilbtes) und Nekrosen (Abgestorbenes). Diesmal beginnen sich die Mangelsymptome allerdings von innen nach außen auszubreiten. Dabei blieben die Blattadern allerdings grün. Darum lässt sich ein Magnesiummangel recht deutlich erkennen.

Eine Überdüngung mit Magnesium kommt in der Praxis kaum vor und würde auch keine größeren Schäden hervorrufen.

Meist haben die Böden zu wenig von diesem Stoff, da er leicht ausgewaschen wird. Bei gravierendem Magnesiummangel empfiehlt sich Bittersalz. Das Magnesiumsulfat zeigt eine schnelle Wirkung und ist zur Blattdüngung geeignet. Entgegen der landläufigen Meinung brauchen Nadelbäume und Koniferen nicht in jedem Jahr eine geballte Ladung Bittersalz.

Will man beim Düngen auf biologisches Material zurückgreifen, dann hat man es nicht so ganz einfach. Die Auswahl ist nicht gerade üppig. Besonders viel Magnesium finden wir in Algendünger.

Wer sich seine Dünger und Jauchen selbst herstellt, der kann dem Sud beim Ansetzen einige zerkleinerte Zwiebelschalen zugeben. Diese enthalten u.a. Magnesium, Kalzium und Kalium.

Auch wenn es komisch klingt, Bananenschalen sind ein äußerst ergiebiger Dünger. Sie enthalten  Kalium, Magnesium, Phosphat und andere Spurenelemente. Man schneidet sie einfach in kleine Stücke und arbeitet sie in den Boden ein. Natürlich kann man sie auch auf den Kompost geben.

gruenGarantiert kein Magnesiummangel 🙂