Archiv für den Monat: Mai 2016

Bodenanalyse und Zeigerpflanzen

Wer in punkto Nährstoffe auf Nummer sicher gehen will, der sollte seinen Boden einmal untersuchen lassen. Die Adressen für die Landwirtschaftlichen Untersuchungsanstalten und andere Bodenuntersuchungsinstitute findet man im Internet. Eine umfassende Bodenanalyse ist aber nicht ganz preiswert.

Im Frühjahr bieten auch viele Baumärkte und Gartencenter kostenlose Untersuchungen an. Da kann man schon mal mitmachen. Allerdings wird da nur nach den Hauptnährstoffen untersucht. Dazu kommt, dass man auch gleich noch den entsprechenden Dünger kaufen soll. Hier heißt es, im Fall der Fälle, hart bleiben und sich nicht beschwatzen lassen. (Wenn man das nicht will)

Wichtig ist bei der Entnahme der Bodenproben, dass man nicht einfach nur ein Schäufelchen Erde in sein Tütchen packt, sondern methodisch vorgeht.

  • Niemals nach dem frischen Düngen (auch organisch) untersuchen lassen.
  • Etwa an 15 verschiedenen Stellen im Garten (der vom Boden her optisch eine Einheit bildet) eine Probe nehmen.
  • Mit dem Spaten etwa 25 cm tief einstechen und ausheben.
  • Dann vom Rand mit einem Löffel etwas Erde abnehmen und in ein sauberes Gefäß geben.
  • Alle Proben gut mischen und etwa 500 g (Maximum) zum Untersuchung mitnehmen.
  • Beim Einschicken: gut verpacken, leserlich beschriften und eventuelle Beobachtungen schriftlich mitteilen.

Wem das zu viel Arbeit ist, der kann notfalls auch durch gute Beobachtungsgabe herausfinden, was dem Boden fehlt. Dazu dienen die sogenannten Zeigerpflanzen. (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Zeigerpflanze)

Weitere Beispiele:
Saurer Boden: Hundskamille, Adlerfarn, Hederich
Alkalischer Boden: Wiesenstorchschnabel, Ackerstiefmütterchen, Wegwarte

Ausführliche Informationen zum Thema findet man auch unter: http://www.bio-gaertner.de/Verschiedenes/Zeigerpflanzen-Indikatorpflanzen.

huflattich

 

Huflattich als Zeigerpflanze für kalkreichen Boden.