Archiv für den Monat: Mai 2016

Spurenelemente und Holzasche

Neben Stickstoff, Kalk und anderen Nährstoffen benötigen unsere Pflanzen auch etliche Spurenelemente zum Wachsen. (Da geht es ihnen nicht anders als uns Menschen)
Diese Spurennährelemente, wie sie korrekt heißen, sollten nur in geringen Mengen zugeführt sein. Eine zu große Konzentration davon schädigt die Pflanzen.

Meist ist es so, dass diese Spurenelemente nicht einfach fehlen, sondern aufgrund ungünstiger Bodenverhältnisse von den Pflanzen nicht aufgenommen werden können. Eine Ursache kann ein unausgewogener pH-Wert des Bodens sein. Daher macht es Sinn, die Spurennährelemente per Blattdüngung zuzuführen. Dabei wird der Dünger in Wasser aufgelöst und über die Blätter gegossen. Oft hilft es aber auch schon, wenn man einem zu hohen pH-Wert entgegenwirkt. Dann können die entsprechenden Nährstoffe auch über die Wurzeln aufgenommen werden, denn sie stehen dann wieder zur Verfügung.

Die wichtigsten Spurennährelemente, ihre Aufgaben und ihre Mangelerscheinungen sind:

  • Eisen – Aufbau von Chlorophyll und Eiweiß, Atmung – Chlorosen beginnen an den jüngeren Blättern – Blattadern bleiben grün
  • Mangan – Aufbau von Chlorophyll und Eiweiß –punktförmige Chlorosen zwischen den Blattadern der mittleren und älteren Blätter
  • Zink – Bildung von Chlorophyll und Auxin (Wachstumsregulatoren) – Chlorosen an den jüngeren Blättern
  • Kupfer – Aktiviert Chlorophyllaufbau und Photosynthese – Chlorose und Weißfärbung der jüngsten Blätter
  • Bor – Aufbau der Zellwände, fördert Blüten und Früchte – ähnlich Ca-Mangel, Blüten und Früchte verkrüppelt
  • Molybdän – fördert Nitrat-abbau in der Pflanze und die Stickstoffbindung – Chlorose jüngerer Blätter

Wie man nachlesen kann, ähneln sich die Symptome der einzelnen Mangelerscheinungen von Nähr- und Spurennährelementen recht stark. Für den Laien ist es oft schwer zu unterscheiden, woran es denn nun liegt, dass es im Garten nicht so leidlich vorangehen will. Klarheit könnte einmal eine Bodenuntersuchung bringen.
Im Biograten kann man dem Mangel an Spurenelementen mit Holzasche abhelfen. Diese enthält zudem Kalk und Kali und ist außerdem noch pilz- und fäulnishemmend.

Holzasche kann man ganz einfach herstellen, indem man Zweige und Äste bei einem Lagerfeuer verbrennt. Es versteht sich von selbst, dass auf so ein Feuer keine behandelten Bretter oder ähnliches gehören. Hier sollte nur naturbelassenes Holz zum Verbrennen genommen werden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der verzichtet sogar auf den beliebten Kohlenanzünder, sondern versucht seine Flammen mittels einfachen Zeitungspapier anzuzünden. Das ist kaum behandelt und hinterlässt kaum Rückstände, denn die Druckerschwärze wird heutzutage aus Ruß-Pigmenten hergestellt. Holglanzillustrierte sind dagegen weniger geeignet. Sie enthalten meist Schwermetalle und weitere giftige Zusätze. Dagegen kann man einen unbehandelten Karton schon mal mit aufs Feuer legen. Der darf auch wie die Tageszeitung in Schwarz-Weiß mal auf die Beete zur Unkrautbekämpfung oder ähnlichen Experimenten.

 

feuer