Der Gartenboden

Als den wahrscheinlich wichtigsten Faktor beim Gärtnern kann man sicher den Boden nennen. Bevor man sich Gedanken über die Gestaltung und das Pflanzen macht, sollte man sich seinen Gartenboden einmal genauer ansehen. Sicher ist es möglich, auch ganz entgegen den vorherrschenden Bedingungen zu planen und zu arbeiten. Das zieht aber eine ganze Menge an Aufwand nach sich. Hier muss man mit erheblichen finanziellen und zeitlichen Kraftanstrengungen rechnen. Und selbst das garantiert nicht das gewünschte Ergebnis.

Halten wir uns lieber an die von der Natur  gegebenen Tatsachen.

Als Boden an sich, wird die obere Verwitterungsschicht der Erde bezeichnet. Sie besteht aus verschiedenen Mineralien und ist mit Wasser, Luft und Lebewesen durchsetzt. Spezielle Eigenschaften rechtfertigen die Unterscheidung der Bodenarten in schwere und leichte Böden. Diese Einteilung begründet sich erst einmal durch die Korngrößen der mineralischen Anteile. Um herauszubekommen, welchen Boden man in seinem Garten hat, kann man die Fingerprobe machen.

Dazu nimmt man etwas angefeuchteten Boden und zerreibt ihn zwischen den Fingern.

Ist die Körnung gut sichtbar und haftet nicht weiter an den Finger, dann handelt es sich um Sandboden. Den kann man nicht zu haltbaren Kügelchen formen, denn er hält nicht zusammen.

Fühlt sich die Probe klebrig an und sind die einzelnen Bestandteile nicht sichtbar, dann hat man einen Tonboden. Den kann man recht gut zu Kugeln formen, die nicht gleich zerfallen.

Das sind die beiden Extreme beim Gartenboden. Das Mittelding dazwischen wird als Schluff bezeichnet. Selbstverständlich gibt es unendlich viele Abstufungen zwischen den genannten Bodenarten. Selbst innerhalb eines Gartens können verschieden Arten von Böden auftreten.

Das sollte man bei der Planung zur Bepflanzung seines Grundstücks beachten. Die Pflanzen haben oft recht unterschiedliche Bodenansprüche. Will man viel Freude und wenig Stress, dann hält man sich an deren Vorlieben.

Die einzelnen Bodentypen weisen durch die abweichende Körnung der festen Bestandteile auch noch weitere Eigenschaften auf:

Sandboden Tonboden
Wasser Versickert schnell (gut bei starkem Regen) Trocknet schnell aus (weniger gut in heißen Sommern) Versickert langsam (Gefahr von Staunässe) Speichert  auch im Sommer das Wasser recht lange
Wärme Erwärmt sich schnell, Kühlt sich schnell ab Erwärmt sich langsam, Kühlt sich langsam ab
Nährstoffe Geringer Nährstoffgehalt (werden schnell ausgewaschen) Hoher Nährstoffgehalt
Sonst noch was Wird leicht durchwurzelt, Lässt sich leicht bearbeiten,
daher „leichter“ Boden
Wird schwer durchwurzelt, Lässt sich schwer bearbeiten,
daher „schwerer“ Boden

 

An frostfreien Tagen sollte man sich (wenn man es noch nicht getan hat) mal seinen Gartenboden genauer ansehen.  Kennt man die Eigenschaften seines Bodens, kann man von Haus aus auf solche Pflanzen zurückgreifen, die sich dort recht wohl fühlen. Das spart Arbeit, Stress und Geld.

boden

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