Gründünger

Mit dieser Methode schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf der einen Seite werden spezielle Pflanzen eingesät, die als organisches Material zur Verrottung vorgesehen sind. Sie sind, wie es der Name schon sagt, der grüne Dünger für die nachfolgenden Bepflanzungen. Anderseits wird mit ihrem Bewuchs besonders in den Wintermonaten der Boden vor Erosion und Nitrat-Auswaschung geschützt. Die Pflanzen fungieren als „Decke für den Winterschlaf“. Zudem kann man sie auf Beeten einsetzen, die man gerade Mal nicht benutzt und verhindert so, dass sich da unerwünschter Wildwuchs breit macht.

Als Gründünger kommen im Allgemeinen Pflanzen mit großer Blattmasse zum Einsatz. Das ist logisch, denn da hat man viel zum Verrotten. Besonders geeignet sind die Leguminosen. Das sind Stickstoffsammler wie Lupine und Klee. Die versorgen den Boden dann auch noch zusätzlich mit Stickstoff. Denn sammeln sie aus der Luft und speichern ihn in „kleinen Knöllchen“ an den Wurzeln. Im Sommer eignen sich Tagetes (Studentenblumen) zur Aussaat. Die sehen hübsch aus und wirken außerdem noch gegen die unliebsamen Fadenwürmer (die so gern an den Möhren naschen).

Wer es bunt mag, der kann sich auch eine Gründünger-Saatenmischung kaufen. Im Handel gibt es da reichlich Auswahl.

In der kalten Jahreszeit kann man winterharte Sorten wie Luzerne, Raps oder Weiß- und Rotklee anbauen. Alexandrinerklee ist zwar ebenfalls winterhart, aber den sollte man nicht an Stellen ausbringen, wo man später Erbsen oder Bohnen säen will.

Es gibt auch Gründünger-Erbsen. Die sind aber nicht winterhart und gehören ebenfalls nicht auf Beete, die später einmal mit Erbsen oder Bohnen bestückt werden.

Raps dagegen, ist nicht zu empfehlen, wo später einmal Kohlgewächse wachsen sollen.

Wer den Bienen etwas Gutes tun möchte, der greift zu Phacelia. Die gilt als Bienenweide und ist ein Tiefwurzler mit einer guten Blatt- und Wurzelmasse. Diese Pflanzen sind allerdings nicht winterhart.

Für einen trocknen Standort eignen sich Sonnenblumen als Gründünger. Die sind leider auch nicht winterhart, aber dafür etwas für das Auge und die Vögel.

Seradella ist ein weiterer Stickstoffsammler, der allerdings auch nicht winterhart ist. Dafür ist er aber für leichte Böden gut geeignet und kommt auch mit Trockenheit zurecht.

Gründünger ist also nicht gleich Gründünger. Hier muss man schon mal genau lesen, was auf der Samenpackung steht. Aber das gilt ja für alle anderen Samen auch und sollte nicht das Problem sein.

cornus5

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