Die Gartenkralle

Wer eigentlich mehr auf altbewährtes Werkzeug wie Hacke, Spaten und Grabegabel schwört, der schaut meist recht skeptisch auf die neuen Wunderwerkzeuge. Schließlich bearbeiten die Menschen schon seit Jahrtausenden den Boden. Wer jetzt daherkommt und behauptet, er hat den Stein der Weisen gefunden, der hat es bei eingefleischten Gärtnern oft recht schwer. Trotzdem ist es nicht verkehrt, wenn man ab und zu mal einen Blick über den eigenen Gartenzaun wagt.

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Da wäre zum Beispiel die Gartenkralle. Dieses Werkzeug wird als Gerät zur Auflockerung des Bodens und zur Unkrautentfernung angepriesen. Und es soll außerdem zum Untermischen von Dünger und Kompost eingesetzt werden können. Ihren Namen verdankt die Gartenkralle ihren Zinken, die wie Krallen angeordnet sind. Diese werden in den Boden gestochen und mithilfe des langen Stils herumgedreht. So wird die obere Bodenschicht im Bereich der Zinken gut aufgelockert. Man zieht die Kralle dann heraus und setzt sie neu ein.

Wenn man die Gartenkralle im normalen Garten verwendet, überzeugt sie sicher nicht übermäßig. Die Frage: „Was kann sie, was andere nicht können?“ beantwortet sich nicht wirklich.

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn an ein neues Stück urbar machen will. Wer sich schon mal durch den Filz eines Rasenstücks mit Spaten oder Grabegabel gekämpft hat, der weiß wie anstrengend und wenig rückenschonend diese Arbeit ist. Hier leistet die Gartenkralle wirklich gute Dienste. Mittels ihrer Drehbewegung lockert man die obere Schicht des ineinander verwobenen Wurzelgeflechtes auf und kann dieses dann mit einer Grabegabel relativ leicht aufnehmen und entfernen. Dabei geht man am besten reihenweise vor. Zuerst eine oder zwei Strecken mit der Gartenkralle lockern und dann mit der Gabel nacharbeiten. So schafft man es, in relativ kurzer Zeit ohne große Anstrengungen ein neues Stück Garten urbar zu machen. Hier hat die Gartenkralle ihren großen Auftritt.

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