Kalium

Kalium bildet eine Ausnahme im Vergleich mit den anderen Hauptnährelementen. Es wird überwiegend in den Zellzwischenräumen gespeichert und sorgt so für die osmotische Saugkraft der Zelle. Somit ist es für die Wasseraufnahmefähigkeit und den Verdunstungsschutz der Pflanzen zuständig.

Kalium trägt zur Festigung des Pflanzengewebes bei und ist somit auch für die Standfestigkeit und die Resistenz gegenüber pilzlichen und saugenden Schädlingen verantwortlich. In feste zellewände können die Pilze nicht so schnell eindringen. Weil dank Kalium zudem der Gehalt an löslichen Zuckern in den Zellen zurückgeht, sind diese nicht mehr so interessant für bestimmte Insekten. Alle Obstsorten, Kartoffeln, Möhren und auch Rüben profitieren von einem ausgewogenen Kaliumhaushalt.

Bei Kaliummangel macht die Pflanze einen welken Eindruck, denn die Wasseraufnähme ist gestört. An den Rändern der älteren Blätter kann man zuerst Vergilbungen erkennen. Diese werden als Chlorosen bezeichnet. Später sterben diese Stellen dann ab. Das nennt man dann eine Nekrose. Neben diesen offensichtlichen Symptomen kann es auch zu einer mangelnden Standfestigkeit, einem erhöhten Schädlingsbefall und geringerer Frosthärte kommen.

Hat man zu viel Kalium im Boden, dann kommt es zu „Verbrennungen“, den sogenannten Salzschäden. Die Blätter der Pflanzen sind oft hellgrün und unglichmäßig. Meist kommt es auch zu Wurzelschäden und das Gewächs macht imsgesamt einen ungesunden Eindruck.

Wer sich Kaliumdünger aus dem Handel besorgt, der sollte unbedingt darauf achten, dass er für chloridempfindliche Pflanzen nicht einen Dünger mit einem hohen Chloridanteil benutzt. Kartoffeln, Wein, Obst, Beerenobst, Möhren, Gurken, Zwiebeln, Radieschen, Lauch und viele Zierpflnazen nehmen das ziemlich übel. Besser ist es, wenn man in diesen Fällen einen chloridfreien Flüssigdünger einsetzt.

Vor Einsatz des chemischen Düngers, sollte man aber zuerst einmal überprüfen ob es sich nicht nur um einen „normalen Wassermangel“ handelt, der die Pflanzen so schlaff aussehen lässt. In dem Fall hilft einfach nur gießen.

Für alle Freunde der biologischen Düngung empfehlen sich:

  • Holzasche
  • Beinwelljauche und Adlerfarn/Wurmfarn-Jauche
  • abgelagerter Mist (Hühnerdung, Kaninchenmist oder Pferdedung vom örtlichen Reiterhof)

apfel

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